Diskussionstip

Öffentliche Diskussionsveranstaltung der Gruppe GegenSatz Marburg:

Die G20 in Hamburg

Der Gipfel gemeinsamer Verantwortung - imperialistische Konkurrenz in Höchstform

 
in Marburg:
am   Dienstag, den 20. Juni 2017 um 19.00 Uhr
im   Philosophische Fakultät (PhilFak), Wilhelm-Röpke-Straße 6, Raum 01C08 (Turm C, 1. Stock, Raum 08)

Warum der G20-Gipfel so wichtig ist, erläutert uns Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Eigenschaft als G20-Präsidentin:

"Die G20 trägt besondere Verantwortung in globalen Wirtschaftsfragen. Sie vereint immerhin zwei Drittel der Bevölkerung der Welt, drei Viertel des Handels und über vier Fünftel des Brutto-inlandsprodukts der Welt.
Wenn wir uns also im Rahmen der G20 auf bestimmte Positionen oder auf bestimmte Vorgehensweisen einigen, dann ist das von großer, man kann sogar sagen, größter Relevanz für die globale Wirtschaftsentwicklung." (am 03. Mai 2017 auf dem G20-Dialogforum Wirtschaft "Business 20" in Berlin)

Merkel hat heuer die Devise ausgegeben, dass die teilnehmenden Staaten "besondere Verantwortung für die Lösung aller globalen Fragen" wie Klimawandel, Hunger und Flüchtlinge tragen, weil "sie immerhin drei Viertel des Handels und über vier Fünftel des Bruttoinlandsprodukts der Welt vereinen".
Wie schön, dass das Menschheitskollektiv, das gemeinsam unter allerlei vom Himmel gefallenen Problemen leidet, dann doch einen offensichtlich überhaupt nicht gemeinsamen Reichtum aufzuweisen hat, der sich irgendwie in ein paar Elite-Nationen sammelt.
Die sind darum die berufenen Helfer für den betroffenen Rest. Solche Mächte haben "besondere Verantwortung", verlangen also vom Rest der Welt und gegeneinander, dass sie verbindlich bestimmen, worin die "globalen Fragen" und ihre "Lösung" bestehen sollen.

Neu ist dieses Jahr, dass der Chef des größten und mächtigsten Mitglieds des G20-Clubs die auf solchen Gipfeln gepflegte Einvernehmlichkeit gekündigt hat.
Für Deutschland eine große Herausforderung: Schafft es der Exportweltmeister und die europäische Führungsmacht, eine Front der G19 gegen den "Klima-Leugner" und "Flüchtlings-Hasser" Trump hinter sich zu bringen? Also sich zur Führungsmacht der Staaten zu machen, die sich zu reich und zu mächtig finden, um sich von den USA bei der "Lösung aller globalen Fragen" ignorieren zu lassen?
Die Menschheit darf auf jeden Fall gespannt sein, für welche Manöver imperialistischer Gipfeldiplomatie Klimawandel, Hunger und Flüchtlinge dieses Mal gut sind.

Worum geht es bei solchen Weltwirtschaftsgipfeln?

Darüber wollen wir auf unserer Veranstaltung am 20. Juni 2017 diskutieren.